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Rheuma hat sehr viele Gesichter. Rheumatologen können rheumatische
Erscheinungsformen am Besten erkennen und – was oft entscheidend
ist – frühzeitig ( Rheuma-Check)
unterscheiden und dann die richtige Diagnose stellen

Rheumatische Beschwerden haben verschiedene Ursachen; manchmal rühren
die Beschwerden auch von ganz anderen Organen oder Krankheiten her.
Rheumatologen kennen diese, oft auch sehr seltenen, Ursachen, gehen
ihnen detektivisch nach und können sie wirkungsvoll behandeln

Rheumatische Erkrankungen sind oft chronische oder immer wiederkehrende
Krankheiten, wechseln häufig auch im Verlauf ihr Gesicht. Sie
müssen jedoch meist dauerhaft medikamentös behandelt werden.
Rheumatologen können die richtige Therapie zum richtigen Zeitpunkt
einsetzen, immer wieder deren Wirksamkeit und Verträglichkeit
prüfen und gegebenenfalls die Therapie immer wieder neu nach
Maß gestalten. Neueste Daten zeigen, dass die frühzeitige
und regelmäßige Konsultation eines Rheumatologen bei
vielen Krankheiten deutlich die Prognose verbessert.

Viele rheumatische Erkrankungen können auch innere Organe in
Mitleidenschaft ziehen, was unter Umständen Lebens- oder Organ-bedrohend
sein kann. Da der Rheumatologe meist eine fundierte Facharzt-Ausbildung
als Internist hat, kann er ganzheitlich behandeln und „übers
Gelenk hinaus schauen“, also: Zusammenhänge mit der rheumatischen
Krankheit oder aber auch deren Therapie erkennen und unterscheiden.

Seit kurzem stehen ganz neue und zum Teil gentechnisch hergestellte
Rheuma-Therapien zur Verfügung, die einerseits sehr wirkungsvoll
sind, andererseits aber auch nicht ohne Risiken, da sie tiefgreifend
das Immunsystem beeinflussen. Nur der Rheumatologe hat damit ausreichend
Erfahrungen, um für jeden einzelnen Patienten den Nutzen gegen
das mögliche Risiko abzuwägen und dann die richtige Wahl
zu treffen. UND: Er kann rechtzeitig Nebenwirkungen erkennen und
den Patienten durch entsprechende Schulung davor schützen.

Die Rheuma-Therapie hat sich in den letzten zehn Jahren grundlegend
geändert, die Forschung hat rasante Fortschritte gemacht, und
fast täglich kommen neue Medikament auf den Markt. Häufig
kombiniert man heute mehrere Medikamente, um noch effektiver zu
behandeln und bleibende Gelenkschäden zu verhindern. Hier kann
nur der Rheumatologe immer auf dem neuesten Stand bleiben

Rheuma-Patienten brauchen vielfältige Hilfen und sehr häufig
auch andere Fachärzte (Orthopäden, Augenärzte, Röntgenärzte,
HNO-Ärzte, Hautärzte, Neurologen) oder auch andere Berufsgruppen
(Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und und und),
die allesamt erfahren in dieser Materie sind. Rheumatologen arbeiten
stets in einem festen Team und können so im Bedarfsfall rechtzeitig
die notwendigen Weichen stellen.

Rheumatologen können und wollen niemals Ihren Hausarzt ersetzen,
sondern mit ihm eng zusammenarbeiten, die Behandlungsschritte absprechen
und die Empfehlungen für die regelmäßigen Kontrollen
von Krankheit und Therapie geben.
 
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