Deutliche Nagelveränderungen bei Psoriasis. Schwellung des Endgelenkes des 3. Fingers

Osteodensitometrie der Lendenwirbelsäule.

Links: Messung bei einer 64jährigen Frau, die einen Normalbefund ergab.

Der runde Messpunkt liegt innerhalb der hellblauen Skala. Der T-Score beträgt –0.1.

Rechts: Messung bei einem 62jährigen Mann, der langjährig wegen Asthma mit Cortison behandelt wurde: Deutliche Osteoporose mit hochgradiger Frakturgefahr.

Der Messpunkt befindet sich deutlich unterhalb der dunkelblauen Skala, der T-Score beträgt –5.0.

 

Deutliche Nagelveränderungen bei Psoriasis. Schwellung des Endgelenkes des 3. Fingers

Osteodensitometrie am Oberschenkelhals.

Links: Messung bei einer 64jährigen Frau.

Der Messpunkt liegt innerhalb der hellblauen Skala, dies bedeutet ein Normalbefund. Der T-Score beträgt –0.8.

Rechts: Messung bei einem 62jährigen Mann, der langjährige wegen Asthma mit Cortison behandelt wurde:

Der Messpunkt liegt am unteren Rand der dunkelblauen Skala, der T-Score beträgt –3.1. Damit Diagnose einer Osteoporose mit hoher Frakturgefahr.

 


 

  • Die Knochendichte-Messung (Osteodensitometrie) dient der Früherkennung von Knochenausdünnung, respektive verminderter Knochenfestigkeit (Osteoporose), noch bevor es zu einem Knochenbruch gekommen ist. Damit kann der Facharzt früh genug eine drohende Frakturgefahr erkennen und rechtzeitig Gegen-maßnahmen ergreifen.

  • Die frühzeitigste Komplikation der Osteoporose sind Wirbelfrakturen, meist bei banalen Alltagsbewegungen wie schnellem Drehen, Heben, Tragen, die aber in aller Regel unbemerkt bleiben, jedoch ein 5-fach höheres Risiko bedeuten, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Frakturen zu erleiden. Denen gilt es vorzubeugen!

  • Die gesundheitlichen und sozialen Folgen der Osteoporose sind erheblich. So beträgt beispielsweise die Sterblichkeit nach einem Oberschenkelhals-Bruch innerhalb des ersten Jahres zwischen 20 und 30 Prozent. Im Jahr 1995 beliefen sich die Kosten für Osteoporose-bedingte Frakturen und deren Folgen (Kranken-hausaufenthalte, Pflegebedürftigkeit) rund 14 Millionen Dollar. Deshalb empfeh-len die Fachgesellschaften, ebenso die Weltgesundheitsorganisation WHO: Diagnose vor der ersten Fraktur! Nach dem Bruch besteht ein 50- bis 100-prozentiges Risiko weiterer Frakturen. Aber: die Vorbeugung von Frakturen ist bei frühzeitiger Diagnose möglich.

  • Vorbeugemaßnahmen: nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Hüft-Protektor bei erhöhter Sturzgefahr, körperliches Training, Ernährungsumstellung, Anpassung der häuslichen Umgebung (also Beseitigung aller potentiellen Sturzquellen wie Teppichkanten, schlechte Beleuchtung) und vielfältige, in ihrer Wirkung sehr effektive medikamentöse Maßnahmen.


Es gibt zum einen unterschiedliche Messorte für die Feststellung der Knochendichte: Lenden-Wirbelsäule, Oberschenkelhals, Unterarm, Fersenbein, aber auch unterschiedliche Methoden. Hier hat den besten Vorhersagewert für eine erhöhte Frakturgefahr aber nur die sogenannte DEXA-Methode (Dual-Energy X-ray Ab-sorption, ein spezielles Röntgenverfahren, aber mit sehr niedriger Strahlenbelastung, vergleichbar mit dem Aufenthalt einen Tag im Freien). Nur diese Methode wird heute von den Fachgesellschaften empfohlen (vgl. die Leitlinien der Deutschsprachigen Osteologischen Fachgesellschaften DVO von 2003, vgl. auch www.Bergmannsheil.de/leitlinien-dvo). Empfohlene Messorte dabei sind die Wirbelsäule oder der Oberschenkel.

Bei der Osteodensitometrie wird mit der Knochendichte eines jüngeren Erwachsenen verglichen. Diese Abweichung gibt der sog. T-Score wider, ab einem T-Score von –2.5 liegt definitionsgemäß eine Osteoporose mit erhöhter Frakturgefahr vor. Je größer diese Minus-Abweichung, desto ausgeprägter die Knochenausdünnung und um so größer ist die Frakturgefahr.


Risikofaktoren für eine erhöhte Osteoporose-Gefahr:

  • höheres Lebensalter und Frauen nach den Wechseljahren, insbesondere Frauen m it früher Menopause (vor dem 45. Lebensjahr)

  • Frauen, die bereits einen Knochenbruch erlitten haben

  • Abnahme der Körpergröße seit dem 25. Lebensjahr um mindestens vier Zentimeter

  • niedriges Körpergewicht

  • körperliche Inaktivität oder gar Immobilität

  • Familienangehörige ersten Grades mit Oberschenkelbrüchen nach dem 50. Lebensjahr

  • Patienten, die längerfristig Cortison eingenommen haben oder zukünftig nehmen müs-sen (7,5mg Prednison täglich über 6 Monate oder länger; dies trifft vor allem auf Patien-ten mit rheumatischen Krankheiten, Asthma und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu).


Bei festgestellter Minderung der Knochendichte und daraufhin eingeleiteter Therapie empfiehlt sich eine Kontroll-Messung nach einem Jahr, um den Therapie-Erfolg zu überprüfen und eventuell die Therapie zu intensivieren. Die Kontrollintervalle hängen aber auch von der Dauer einer Cortison-Behandlung und Aktivität der zugrunde liegenden Erkrankung ab – oder möglicher neuer Frakturen.


Die Osteodensitometrie wird als Früherkennungsmaßnahme von den Gesetzlichen Krankenkassen/Ersatzkassen nicht übernommen. Sie kostet nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) derzeit je nach Steigerungssatz 45,0 bis 70,00 €.

Wir bieten ab sofort die Osteodensitometrie nach der DEXA-Methode für 49,00 € an. Terminvereinbarungen telefonisch erbeten.